BMW 3er Club E36 e.V.

Offizieller BMW Club

Hallo aus Bitz (828m hoch)

Hallo BMW Fangemeinde,ich habe mich nun auch endlich im 3er Club registrieren lassen. Ich will damit die Gemeinschaft der Fahrer dieses ausgereiften und tollen Fahrzeugs stärken.

Selbst fahre ich ein 318i Cabrio Bj 3/94 mit 188000 km. Das Fahrzeug hat Saison Kennzeichen von 04 bis 10 des Jahres.

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Über den Winter wird alles wieder auf Vordermann gebracht und defekte bzw. unschön gewordene Accessoires erneuert. Lasst mich von meiner Odyssee berichten.

Das ganze Jahr 2014 bin ich nicht gefahren, da mein Fahrzeug krank war und ich nicht dazu kam es zu richten.

Hergang: Im November habe ich es zum Überwintern vorbereitet und anders als sonst Bactofin in den Tank geschüttet. Dann den Wagen abgestellt und die Batterie abgeklemmt. Als ich ihn dann im März wieder in Gang setzten wollte, sprang er überhaupt nicht mehr an.

Sämtliche Schläuche der Unterdrucksteuerung waren porös und zerfielen in der Hand. Mein erster Gedanke, ok, machen wir neu. Der Wagen lief danach aber immer noch nicht. Bei der Kontrolle der Zündkerzen brach mir das alte Abschirmkonstrukt (war noch aus Asbest) ab. Also Neues geholt, da ist die Krümmerdichtung gleich mit dran. OK dachte ich, dann machen wir halt den Krümmer weg.

Hierbei riss mir die letzte Schraube am 4. Zylinder ab. Sch...... Na ja dann versuchen wir es mit ausbohren (ein Zahnarzt muss sich ähnlich vorkommen, wenn man keine Platz hat und nicht gescheit drankommt). Was soll ich euch sagen, ein Loch sieht anders aus (klar Stahl in Alu), was nun? Habe mich bei einigen Monteuren befragt, ob evtl ein Gewindeeinsatz eingebracht werden kann. Einstimmer Tenor; nein nur ein neuer Kopf ist möglich). Doppeltes Pech.

Ich habe hin und her überlegt und bin im Internet auf einen Bericht gestoßen, wo eine Werkstatt Köpfe mit Rissen und ausgefransten Gewinden richtet. Ich habe diese Firma dann besucht (bin im Außendienst immer unterwegs) und mit dem Chef gesprochen. Er meinte, kein Problem, ich solle den Kopf bringen. Na ja, ich habe noch nie einen Kopf demontiert! Sonst mache ich eigentlich schon alles selbst.

Also, hin ist er ja schon. Mich schlau gemacht, wie diese Arbeit durchgeführt wird und dann frisch ans Werk. Alles schön mit der Kamera festgehalten, damit ich nachher sehe wie es war. Die Ventile schön in der Reihenfolge abgelegt, wie ich sie ausgebaut habe und auf der Karton Unterlage die eine bzw. andere Notiz für den folgenden Zusammenbau gemacht.

Den nackten Kopf dann nach Waiblingen gebracht und zur Info bekommen, ich solle mich in einer Woche wieder melden. Preis habe ich gar nicht erfragt, denn es konnte nur günstiger werden als ein neuer Kopf. Nach einer Woche wieder hin und einen Zylinderkopf abgeholt, dem man die Tortur nicht ansah. War das auch wirklich meiner?

Ich kann nur sagen "super Arbeit" und weit unter 500€. Na mal sehen ob er auch dicht ist, so wie der aussah hatte ich jedoch keine Bedenken. Die Dichtflächen des Motorblocks dann schön sauber gemacht und extra noch ein Haarlineal besorgt um zu schauen, dass auch alles wirklich plan ist. Die Ventile wieder in den Kopf eingebaut und alle Teile angebracht. Gaaanz vorsichtig den Kopf auf den Block aufgesetzt > geschafft. Dann alle Schrauben (natürlich Neu) wieder angesetzt und nach Vorschrift zuerst mit Drehmoment und dann mit Drehwinkel angezogen.Dichtungen erneuert und alle Anbauteile verbaut. Jetzt kann man testen (den Motor zum laufen zu bringen), mein Problem war ja immer noch nicht behoben. Es vergingen viele erfolglose Versuche, der Wagen wollte einfach nicht starten. Sprit war vorhanden, Zündfunke an allen Kerzen.

Was kann ihm nur fehlen?. Idee: BMW hat ja einen Fehlerspeicher, den lassen wir doch mal auslesen, dann kann ich gezielt Teile tauschen. Gesagt getan, das Fahrzeug mühsam 10km in die nahegelegene BMW Werksattt geschleppt. Am nächsten Tag nach dem Befund erkundigt. Der Meister erklärte, im Speicher sei kein Fehler gewesen und ich solle doch das Fahrzeug dalassen, dann würde man danach schauen.

Vorab bekomme er aber 50€ für das Speicher auslesen (ist wie bei einem Privatpatienten "Beratung auch telefonisch"). Ich habe dann verneint und das Fahrzeug wieder nach Hause geschleppt. Der Mißstand hat mich dauernd gefuchst und ich bin die ganze Sache nochmals durchgegangen, mit meinem Ergebnis, es muss die Digitale Motor Elektronik sein.Die Black Box ausgebaut und zum Bosch Dienst gebracht. Mit dem Meister durchgesprochen, dass wir zuerst einen Kostenvoranschlag machen, da das Fahrzeug aufgrund des Alters nicht unbedingt Neuteile benötigt.

OK, man muss die Box (DME) einschicken. Geht ca. 1 Woche und kostet 40€. Nach einer Woche hole ich das Teil wieder ab. "Kein richtiges Protokoll" und haltet euch fest: 180€ Rechnung.

Ich hing fast an der Decke. Für was? aber ohne Ausgleich keine Box mehr. Ober Sauerei! der Laden ist für mich auch gestorben. Mein Fahrzeug abermals defekt nach Hause geschleppt. Für den Betrag konnte ich der Werkstatt wenigstens noch einen Schaltplan abluchsen. Zuhause dann alle Kontakte nachgegangen, den Stecker der DME geöffnet und die Spannung aller Kontakte gemessen und in einer Tabelle eingetragen. Alles so wie es sein sollte, aber er springt halt nicht an. OK, dann versuchen wir eben eine andere BMW Service Stelle. Den Wagen wieder dorthin geschleppt und dem Meister ein Protokoll meiner getauschten Teile und durchgeführten Maßnahmen übergeben. Man meldet sich hies es. Nach mehreren verstrichenen Tagen ohne Nachricht, dachte ich, ich muss da mal nachfassen, nicht dass die anfangen eine riesen Reparatur zu starten.

Einen neuen Motor bekommt man im gebraucht Ersatzteilhandel für 400€. Jetzt kommt wieder der Privatpatient: Rechnung über 60€ Fehlerspeicher auslesen. Protokoll waren die von mir übermittelten Maßnahmen. Ich am Boden zerstört! nur noch bezahlt und meinen 3er wieder nach Hause geschleppt.

Was Nun? Diverse Foren besucht, aber dieses Problem hatte wohl keiner außer mir.Habe was über den Nockenwellen- bzw. Kurbelwellensensor gelesen. Das waren noch die Alten (180000 km). Also, das Geld rücken wir auch noch dran >> 2mal Neu.

Ich baue die beiden Geber ein und schließe sie wieder an der Leiste an (diffiziele Fumelei) und setze mich hinters Steuer. Atme tief ein und halte die Luft an. Drehe den Schlüssel im Zündschloss und der Anlasser orgelt. Dazwischen zwei kurze Plop Plopp. Au!!!!!! da war was.

Noch mal tief Luft geholt und wieder den Schlüssel gedreht. Orgel, orgel, Plopp Plopppp Ploppppp und er läuft, Er Läuft!!!! (Gott seis getrommelt und gepfiffen). Es war einer dieser Sensoren, der mir die Freude am Fahren so lange vermiest hat. Aber nun ist alles wieder Gut und ich habe schon mehrere Fahrten offen und mit ganzer Freude am Fahren machen dürfen.Letzte Woche beim TÜV ein neues Stempelchen geholt und wieder 2 Jahre näher zu "H".

Die Jungs vom TÜV haben auf dem Protokoll einen überaus gepflegten Zustand bescheinigt. Versteht sich, dass ich ohne Mängel durchgekommen bin.Daraufhin habe ich mich dann entschlossen, dem 3er Club beizutreten und mein Baby nie zu verlassen, bis der Tod uns scheidet.

Schade finde ich nur die Abzocke für das auslesen von irgendwelchen Steuergeräten und dass die heutigen Machheniker ohne ihren Computer überhaupt nicht mehr wissen, wo sie hinlangen müssen. Ich habe noch nach der Hercules Prima 5S und auf einem Käfer meine ersten Schrauberfahrungen gesammelt. Da wusste man aber auch noch, disee Schraube 2 und die andere 1,5 Umdrehungen, dann läuft die Kiste mal.Na ja, das ist der Lauf der Zeit.

Grüße und Freude aus Bitz

Thomas